Hanf Pflanzen

Quelle: Canada.com

Cannabis ist dafür bekannt, die Symptome vieler Allergien zu lindern, Nase und Rachenraum frei zu machen und die Bronchien zu erweitern, falls die Allergie mit akutem Asthma einhergeht. Gerade durch den in den letzten Jahren gestiegenen Konsum häufen sich jetzt aber die Berichte, dass auch Cannabis selbst ein Allergen sein könnte. Eine Frauenzeitschrift veröffentlichte in den 60er-Jahren bereits einen Artikel, der postuliert, dass in seltenen Fällen der Konsum von Cannabis eine Allergie auslösen kann, die durch das inhalieren der sekundären Pflanzenstoffe hochgradig allergische Symptome bis zum Luftröhrenverschluss auslösen kann. So soll eine Frau nach dem Konsum einer mit Cannabis angereicherten Zigarette wegen allergischer Symptome in das Krankenhaus eingewiesen worden sein. Dabei handelt es sich jedoch nicht um einen bestätigten Fallbericht. Besonders durch den in den USA gestiegenen Konsum von Cannabis häufen sich jedoch die Berichte, in denen Cannabis der Auslöser für Symptome wie Kreislaufbeschwerden, Durchfallerkrankungen und sogar Lungenödeme zu sein scheint.

Eine Bestätigung für die Auslöser einer Cannabis-Allergie könnte der Nachweis von sogenannten Allergenen sein. Als Allergene werden Stoffe bezeichnet, auf die der Körper hypersensitiv reagiert, das Immunsystem schlägt an und versucht, die Allergene zu bekämpfen. Die Folge sind Symptome, die meist mit der Art des Kontakts in Zusammenhang stehen. Durch die häufige Inhalation der im Cannabis vorkommenden Allergene sind also Symptome im Bereich der Lungen und Bronchien wahrscheinlich. Ein in San Francisco ansässiges Forschungsteam hat jetzt jedoch herausgefunden, dass sich eine Hypersensitivität gegen Cannabis auch im sogenannten “Prick-Test” feststellen lässt. Dabei werden die Öle aus Cannabissamen sowie die Blütenblätter in Wasser eingeweicht und anschließend auf die zuvor vorbereiteten Hautstellen getröpfelt. Häufig zeigte sich, dass Cannabis Nesselsucht und Rötungen hervorruft, es bestehen Kreuzreaktionen mit Tomaten und Tabak.

Durch den Nachweis allergener Stoffe im Zusammenhang mit Cannabis wurde in Spanien eine Studie durchgeführt, die das Thema weiter behandelt. Die Leitung hatte die Rio Hortega Universitätsklinik in Valladoid. Für die Studie wurden 21.582 Patienten ausgewählt, die in der Vergangenheit hypersensitiv auf Tabak oder Tomaten reagierten, zudem gab eine Kontrollgruppe bestehend aus Insassen einer Drogenklinik und eine weitere Kontrollgruppe aus 200 nicht atopischen Blutspendern. Das Ergebnis ist überraschend, beinahe alle Teilnehmer, die hypersensitiv auf Tabak oder Tomaten reagieren, reagierten im Prick-Test ebenfalls auf Cannabis. Das würde bedeuten, dass eine Allergie wesentlich häufiger vorkommt, als zunächst angenommen. Die Wissenschaftler erklären sich den Zusammenhang damit, dass Cannabis letztendlich zu den krautartigen Gewächsen gehört und damit immunologisch ähnlich zu anderen Kräutern ist. Die vollständigen Daten der Studie kann man hier nachlesen.

 

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