Bäume, Gräser, Pollen. Mit diesen Allergenen haben fast ein Drittel der Deutschen zu kämpfen. Die Folge sind triefende Nasen, tränende Augen, Schnupfen und Kopfschmerzen. Doch es gibt auch Allergien, die sind wirklich kurios und gleichermaßen selten, für die Betroffenen allerdings weniger lustig als für Außenstehende, immerhin bedeutet beinahe jede Allergie, dass man verschiedene Stoffe meiden muss und dies ist bei manchen der nachfolgenden Beispiele nicht immer einfach.

Shokoladenriegel

Quelle:jucknix.de

Nüsse, Schokolade, Marzipan. Vor allem in der Weihnachtszeit sind die Regale der Händler voll von Süßigkeiten, die diese Zutaten enthalten. Schade nur für die knapp 5% der Menschen in Deutschland, die gegen diese Stoffe sensibilisiert sind, allergisch auf sie reagieren. Besonders Hasel- und Walnüsse sind hier kritisch, da sie viele allergene Stoffe enthalten, Mandeln und Erdnüsse sind seltener Bestandteil von Allergien, am seltensten betroffen ist die Kakaobohne. Betroffene leiden oft unter dermatologischen Symptomen, Hautausschlägen, Nesselsucht, aber auch Durchfall und Magen-, Darmerkrankungen können auftreten. Seit 2005 sind Nüsse auf Verpackungen kennzeichnungspflichtig. Häufig findet man Hinweise wie “kann Spuren von Nüssen enthalten“, da die Maschinen nach der Produktion verschiedener Erzeugnisse nicht ausreichend gereinigt werden. Schwer wird es bei Bäcker und Konditor, hier besteht momentan keine Kennzeichnungspflicht.

Kaum ein Mensch auf der Welt mag Kälte, aber es gibt welche, die tatsächlich allergisch auf niedrige Temperaturen reagieren. Dabei handelt es sich um eine atypische Allergie, die nur sehr selten vorkommt, denn es gibt kein Allergen, auf das das Immunsystem reagieren könnte. Die typischen Symptome der “Kälte-Allergie” reichen von Rötungen und Hautausschlägen bis hin zu Atembeschwerden. Wirklich ausweichen kann man der Krankheit nicht, vor allem im Winter haben Betroffene große Probleme, selbst der Gang zum Supermarkt wird zur Qual, obwohl man die Symptome mit bestimmten Medikamenten lindern kann. Glücklicherweise leidet nur etwa 1% der Weltbevölkerung an der Kälte-Allergie.

Die Sonne

Quelle: hollowearthnetwork.com

Bei der landläufig als “Sonnenallergie” bezeichneten Krankheit handelt es sich streng genommen nicht um eine Allergie, da sie ebenfalls atypisch ist. Hierbei reagiert der Körper bzw. das Immunsystem auf die von der Sonne ausgeschüttete UV-Strahlung. Die Reaktion geht jedoch weit über einen gewöhnlichen Sonnenbrand hinaus, zunächst bilden sich Hautrötungen, die später stark schmerzende Blasen und Ekzeme ausbilden können. Meist leidet auch die Lebensqualität unter der Krankheit, ausgiebige Sonnenbäder oder Strandspaziergänge im Sommer fallen ins Wasser, Antiallergetika helfen, die Symptome zu lindern und den Alltag während der warmen Monate erträglich zu machen. Zusätzliche UV-Schutz-Kleidung wird ebenfalls empfohlen.

 

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