allergic-114796889588_xlargeImmer wieder kommt er – der neue Frühling. Und mit ihm auch immer wieder die typischen Probleme für Allergiker. Für viele beginnt das „Allergiejahr“ mit den Frühblühern. Besonders die Birkenpollen sorgen schon in den ersten Monaten des Frühjahrs für erhebliche Beeinträchtigungen und Beschwerden. Die Spätblüher sorgen dann nicht selten bis in die Herbstmonate für weitere allergische Beschwerden. Patienten, die sowohl auf Früh- als auch auf Spätblüher allergisch reagieren, haben also mehr als die Hälfte des Jahres mit allergischen Symptomen zu kämpfen und sind in besonders schwierigen Fällen dazu gezwungen, über einen langen Zeitraum des Jahres starke Medikamente einzunehmen. Besonders Immunsupressiva beinhalten oft die Nebenwirkung der Tagesmüdigkeit. Die Patienten klagen nach Einnahme über Niedergeschlagenheit und Schlappheit. Eine Alternative stellt die Desensibilisierung dar. Diese Art der Therapie existiert seit einigen Jahren neben der klassischen Injektionsdesensibilisierung auch als Tablettentherapie.

Da die Therapie auf Tablettenbasis jedoch häufig nur verhalten anschlägt, raten die meisten Mediziner weiterhin zu der klassischen Injektionstherapie. Dabei werden den Patienten kontrolliert und in regelmäßigen Abständen spezielle Allergene in den Muskel gespritzt. Ziel der Therapie ist es, dass der Körper sich an die Allergene „gewöhnt“ und lernt, mit diesen umzugehen. Während der Allergiesaison wird die Desensibilisierung dann in den meisten Fällen ausgesetzt, da die alltägliche Allergenbelastung bereits maximal ist. Es gibt jedoch auch Ausnahmen wie zum Beispiel bei Allergikern, die auf Insektengifte reagieren. Da diese Allergieformen nicht saisonal bedingt sind, wird die Desensibilisierungstherapie über das ganze Jahr vollzogen. Nach einer Injektion muss der Patient ca. 30 Minuten unter ärztlicher Aufsicht bleiben. Es soll sichergestellt werden, dass der Patient keinen allergischen Schock erleidet. Die Intervalle zwischen den Injektionen werden mit der Zeit immer länger. In der Regel handelt es sich dabei um Zeitintervalle zwischen einer und fünf Wochen. Eine erfolgreiche Desensibilisierungstherapie ist an das konsequente Durchhaltevermögen des Patienten gebunden. Eine erfolgreiche Therapie kann bis zu 5 Jahren in Anspruch nehmen. Hat der Patient dieses konsequent durchgehalten, ist er mit etwas Glück bis zu 15 Jahren beschwerdefrei bzw. können das Beschwerdebild und die Symptomatik zumindest erheblich reduziert und verbessert werden.

 

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